PROZESSOR III

30 Lautsprecher, 2 Subwoofer, eine menschliche Stimme

mit Anna Gabler 

Säulenhalle der Bayerischen Staatsoper

zur Langen Nacht der Musik, München

Samstag, 06.05.17

23.00 / 23.45 / 00.15 Uhr

Sonntag, 07.05.17

14.00 / 14.45 / 15.30 Uhr

Prozessor III beschäftigt sich anhand des Werkes Fidelio mit der Immobilie Orchester, seinem Idealbild und seinen physischen Limitierungen, sowie der Relation von Instrumentalmusik zum Gesang. Das Orchester bietet eine schier unendliche Farben- und Dynamikvielfalt, die sich seit Beethovens Lebzeiten nur marginal verändert, geradezu systemisch fixiert hat. Heute, mehr als 200 Jahre nach der letzten und endgültigen Uraufführung von Fidelio (1813) darf man das Format Orchester als „Klang-Körper“ trotzdem auf seine Aktualität hin überprüfen. Die Idee ist, alle musikalischen Elemente, von der ehemals Immobilen Position im Orchestergraben befreit, zum Spielpartner des bisher einzig mobilen Elements, der Stimme, werden zu lassen. Während die Melodie, durch den Sänger verkörpert, schon immer in der Lage war, sich durch seine Bewegung auch in ein räumliches Spannungsverhältnis zu begeben, so war es der Musik selbst unmöglich, sich szenisch zu involvieren.
Dabei soll z.B. eine Sängerin alleine ihre Stimme im Verhältnis zu sich bewegenden Klangereignissen ausloten und bespielen als auch der Zuschauer einen räumlichen Bezug zum Klang des Orchesters herstellen.

Podcast über Prozessor III von Benedikt Brachtel und Claudia Irro:

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